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  • Bürostuhl als Fitnessgerät

    Bürostuhl als Fitnessgerät

    Irgendwann saß ich da. Wieder so ein Tag im Homeoffice, an dem die größte Strecke zwischen Kaffeemaschine und Schreibtisch lag. Mein Schrittzähler hat mich nur noch aus Mitleid angelächelt. Und während ich mich zum hundertsten Mal im Bürostuhl nach hinten gelehnt habe, dachte ich:

    Moment mal.

    Das Ding rollt.
    Es dreht sich.
    Es hat Armlehnen.

    Und ich sitze sowieso schon drauf.

    Warum zur Hölle benutze ich ihn eigentlich nur zum Sitzen?

    Zuerst habe ich klein angefangen. Einfach mal ein bisschen hin- und herdrehen. Rechts, links, rechts, links. Bauch anspannen, so tun, als hätte ich Kontrolle über mein Leben. Fühlt sich kurz an wie eine Mischung aus Nachrichtensprecher und gelangweiltem Kind auf einem Karussell. Aber hey: der Rücken knackt, die Schultern bewegen sich. Immerhin passiert etwas.

    Dann Schulterkreisen. Arme ausstrecken, kleine Kreise. Vorwärts. Rückwärts. Nach ungefähr zehn Sekunden merke ich: Das ist überraschend anstrengend. Und plötzlich fühlt sich mein Stuhl an wie ein stiller Trainingspartner, der denkt: „Na, merkste selbst, ne?“

    Irgendwann wurde ich übermütig.

    Ich stellte mich vor den Stuhl und dachte: Wenn er mich sonst trägt, kann er ja auch mal als Sicherheitsnetz herhalten. Also Squats. Runtergehen, bis der Hintern die Sitzfläche ganz leicht antippt. Nicht absetzen. Nur so tun als ob. Wieder hoch.

    Beim dritten Mal dachte ich noch: Lächerlich.
    Beim zwölften Mal: Ach so. Das ist also mein Fitnesslevel.

    Wichtig: Rollen feststellen. Sonst trainiert man unfreiwillig auch noch Gleichgewicht und Vertrauen ins Leben.

    Mein persönliches Highlight: Mit dem Stuhl wegrollen. Draufsetzen, Füße fest auf dem Boden, langsam nach hinten schieben, Oberkörper stabil halten. Dann wieder ran. Klingt harmlos. Ist es nicht. Vor allem nicht, wenn der Boden glatt ist und man plötzlich schneller rollt als geplant.

    Nebenbei trainiert man übrigens auch Geduld. Und Würde.

    Die Armlehnen habe ich bisher komplett unterschätzt. Hände drauf, Po leicht anheben, langsam absenken, wieder hochdrücken. Dips im Business-Casual-Modus. Wenn dabei jemand durchs Fenster schaut, sieht es wahrscheinlich aus, als hätte ich kurz die Orientierung verloren. Aber mein Trizeps weiß es besser.

    Und dann dieser Moment, in dem ich ganz vorne auf der Sitzkante sitze, Rücken gerade, Füße leicht in der Luft. Einfach halten. Zehn Sekunden fühlen sich plötzlich an wie eine schlechte Minute. Mein Bauch zittert, ich starre auf den Bildschirm und tue so, als würde ich hochkonzentriert nachdenken.

    In Wahrheit kämpfe ich ums Gleichgewicht.

    Das Absurde ist: Es braucht gar kein großes Workout. Man kann während eines Telefonats einfach bewusst aufrecht sitzen und den Bauch anspannen. In Videokonferenzen die Position wechseln, statt langsam mit dem Stuhl zu verschmelzen. Zwischen zwei Mails kurz die Hände auf die Sitzfläche und eine Mini-Plank machen.

    Niemand merkt es. Außer vielleicht der Hund. Der schaut irritiert.

    Natürlich sollte man den Stuhl nicht zum Extremsportgerät erklären. Rollen fixieren. Bewegungen kontrolliert machen. Und wenn der Rücken sowieso schon meckert, lieber langsam rantasten.

    Aber seit diesem Experiment sehe ich meinen Bürostuhl anders. Er ist nicht mehr nur dieses Möbelstück, in dem ich acht Stunden am Tag versinke. Er ist ein latent spöttisches Fitnessgerät, das mich daran erinnert, dass Bewegung manchmal nur eine leicht absurde Idee entfernt ist.

    Und ehrlich: Wenn ich schon im Homeoffice festrolle, dann wenigstens mit ein bisschen Muskelkater.

    Hals und Beinbruch

    Euer Peter

  • Curryketchup als Salatdressing verwenden

    Curryketchup als Salatdressing verwenden

    Es gibt Ideen, die entstehen nicht aus kulinarischer Liebe zum Detail, sondern weil man beim Blick in den Kühlschrank feststellt, dass man vergessen hat, einzukaufen.

    Blattsalat ist da. Gurke auch. Tomaten sowieso.
    Nur das Dressing fehlt. Und dann steht sie dort – wie seit jeher treu an meiner Seite – eine Flasche Hela Curry Gewürzketchup.

    Die naheliegende Reaktion:Warum eigentlich nicht?


    Ein kurzer Realitätscheck

    Ein klassisches Dressing besteht im Kern aus Öl, Säure, Süße und Gewürzen. Curry-Ketchup bringt davon bereits einiges mit:

    • Tomate als Basis
    • Essig für die Säure
    • Zucker für die Süße
    • Salz und Currymischung für die Würze

    Tatsächlich fehlt für ein Dressing nur etwas Fett für die Balance und etwas Flüssigkeit.

    Mit ein paar Anpassungen am Ketchup lässt sich also vermutlich auch ein Salatdressing herrichten.


    Die Grundidee

    Zutaten

    • 2 EL Hela Curry Gewürz Ketchup
    • 1 EL neutrales Pflanzenöl (Sonnenblumen-,Raps-)
    • 1 TL Essig
    • 2–3 EL Wasser
    • etwas Pfeffer

    Optional: Honig


    Zubereitung

    Curryketchup, Öl und Essig in einer kleinen Schüssel glattrühren. Anschließend das Wasser nach und nach zugeben, bis eine cremige, aber fließfähige Konsistenz entsteht. Zum Schluss mit Pfeffer abschmecken.


    Und wie schmeckt das?

    Überraschend ausgewogen.

    Die Süße ist im Zusammenspiel mit frischem Gemüse weniger intensiv als erwartet. Die Curry-Note sorgt für eine angenehme Würze, ohne zu aufdringlich zu sein. Gerade bei einem klassischen Eisbergsalat mit Gurke, Tomate und etwas Mais entsteht eine interessante Kombination in Richtung eines Cocktail- oder French-Dressings.

    Ich kann mir das Dressing vorstellen mit:

    • Eisbergsalat
    • Paprika
    • Mais
    • gebratenen Hähnchenstreifen oder auch Thunfisch und Käse
    • einfachen Nudelsalaten

    Mit Rucola oder ähnlichen Salaten ist es sicher zu intensiv.

    Fazit: Manchmal muss man auch Hela Gewürzketchup als Salatdressing nehmen, auch das geht hervorragend!